Rheinland-Pfalz: 1,6 Hektar Wald und Wiese jagdfrei

Der engagierte Tierschützer Udo Dautermann freut sich: Seine drei Grundstücke Wald und Wiese in drei verschiedenen Jagdbezirken im Donnersbergkreis (Rheinland-Pfalz) sind ab sofort jagdfrei! Dreieinhalb Jahre musste der Grundstückseigentümer warten, bis die Untere Jagdbehörde seinem Antrag auf jagdrechtliche Befriedung endlich stattgegeben hatte.

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Drei Grundstücke im Donnersbergkreis sind seit April 2026 offiziell jagdrechtlich befriedet.

Bild: Udo Dautermann

Udo Dautermann besitzt etwa 1,6 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in Rheinland-Pfalz: zwei etwa gleichgroße Waldgrundstücke und ein etwas mehr als ein Hektar großes Wiesengrundstück. Jedes dieser Grundstücke liegt in einem anderen Jagdbezirk (Gau-Grehweiler, Alsenz und Obermoschel) Auf dem Waldgrundstücke in Obermoschel darf seit 01.04.25 und auf den beiden anderen Grundstücken seit 01.04.26 nicht mehr gejagt werden.

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Der Eigentümer hat Schilder aufgestellt, damit Hobbyjäger seine Flächen nicht betreten.

Bild: Udo Dautermann

»Mein Vater war passionierter Jäger«

»Mein Vater war ein passionierter Jäger, durch diese Leidenschaft habe ich erfahren, welches Leid den Tieren durch dieses perverse Hobby angetan wurde und wird«, berichtet Udo Dautermann. »Das war dann auch der Grund, weshalb ich mich schon in meiner Jugend von der Jagd distanziert und zum Jagdgegner entwickelt habe.«

Die Hobbyjagd, wie sie in Deutschland stattfindet, mit hochtechnisierten Waffen, Nachtsichtgeräten und Schalldämpfern empfindet der engagierte Tierschützer als »feiges, hinterhältiges Abknallen«. Erwähnenswert findet er auch: »Die von den Jägern benutzten Waffen haben unter optimalen Bedingungen eine Reichweite von 7 bis 10 KILOMETERN und sind bei entsprechender Trefferlage zwischen 4 bis 6 Kilometern tödlich.«

Aus ethischen Gründen Veganer

Den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung aus ethischen Gründen hatte Udo Dautermann bereits 2023 gestellt. »Ich bin seit 25 Jahren aus ethischen Gründen Vegetarier und ernähre mich seit 18 Jahren vegan«, erklärt der Tierschützer. »Von der Unteren Jagdbehörde wurden dann Gründe, wie - ich sei ja Sportschütze, das würde zwar die Befriedung nicht ausschließen, aber doch stark erschweren - ins Feld geführt«, berichtet er. »Daraufhin habe ich und auch der Deutsche Schützenbund bei der Unteren Jagdbehörde interveniert und erklärt, dass sie Äpfel mit Birnen vergleichen würden: Das Sportschießen findet auf einem befriedeten - mit Mauern umgrenzten -Bereich statt, außerdem wird auf Papierscheiben und nicht auf Lebewesen geschossen. Die Jagd hingegen findet auf offenem Gelände statt, auf fühlende Lebewesen.«

Schließlich wurde nach dreieinhalb Jahren dem Antrag auf jagdliche Befriedung stattgegeben. »Was vielleicht auch noch eine Rolle gespielt haben könnte, dass der Prozess so lange gedauert hat, ist die Tatsache, dass unser Landrat selbst ein Lodengrüner ist«, vermutet der Grundstückseigentümer.

Helfen Sie mit, damit sich auch Grundstückseigentümer, die über keine Geldmittel verfügen, einen rechtlichen Beistand in ihrem Verfahren auf Austritt aus der Jagdgenossenschaft leisten können. Denn nur mit einem ausreichenden Spendenaufkommen können weitere Verwaltungsverfahren und, wenn nötig, auch weitere Gerichtsverfahren finanziell unterstützt werden.
Dieser Spendenaufruf richtet sich an alle Tierfreunde, die nicht über Grundstücke verfügen, aber mithelfen wollen, in Deutschland endlich die dringend benötigten Rückzugsgebiete für Wildtiere zu schaffen.

Spenden per Überweisung:
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