Bayern: Antrag auf Jagdverbot Landkreis Kehlheim

Ein Grundstückseigentümer aus dem niederbayerischen Landkreis Kehlheim stellte Anfang März 2020 den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seiner rund 6 Hektar Wald- und Feldflächen.

„Ich sehe Tiere im Allgemeinen und Wildtiere im Speziellen als meine Schutzbefohlenen an und die Tätigkeit des Jägers als unnötiges Töten!“, so Leonard G.* zu seinen Beweggründen. „Ich kann es nicht mit mir und meinem Gewissen vereinbaren, dass Tiere vor meinen Augen gejagt und abgeschlachtet werden.“ Es gehe immer mehr Lebensraum für die Wildtiere verloren. „Das bisschen, was noch an Lebensraum vorhanden ist, wird bejagt. Also bleib gar kein Rückzugsort mehr für unsere pelzigen Gefährten. Von daher sehe ich es als meine Pflicht, dagegen vorzugehen.“

Als erstes setzte der Grundstückseigentümer ein Anschreiben für die Untere Jagdbehörde auf mit der Frage, welche Dokumente und Unterlagen für eine jagdrechtliche Befriedung erforderlich sind und welche Kosten entstehen. „Kosten konnte der Sachbearbeiter mir vorerst nicht nennen, da er erst alle Flurnummern von mir benötigt,“ so der Inhaber eines kleinen Forstbetriebs.

Nur eine Woche später hatte er alle notwenigen Unterlagen im Briefkasten. Daraufhin schickte er Anfang März 2020 den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung als Einschreiben mit Rückschein an die zuständige Untere Jagdbehörde.

* Name von der Redaktion geändert