Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade

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Es verstößt

gegen die Europäische Menschenrechtskonvention, wenn ein Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft ist und damit die Jagd auf seinem Land dulden muss, obwohl er sie aus ethischen Gründen ablehnt.

Ein Rechtsanwalt aus Wien, besitzt seit 2007 etwa sechs Hektar Wald in Kärnten (Bezirk Spittal), in dem er die Jagd aus ethischen Gründen verbieten lassen will. Im Oktober 2014 hatte Christian A. die Jagdfreistellung seines Grundstücks bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft beantragt. Nach Ablehnung seines Antrags auf Jagdfreistellung legte er Beschwerde der bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft und dann beim Landesverwaltungsgericht - ein. Dort hatte der Jurist vorgetragen, dass er das Töten von Tieren ablehne, fast vegan lebe und aufgrund seiner ethischen Überzeugung auch die Jagd auf seinem Grundstück verbieten wolle. Das Landesverwaltungsgericht wies die Klage am 18. Mai 2015 ab. Daraufhin rief der Waldeigentümer das höchste österreichische Gericht an.