Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade

Auf eigenem Grundstück bedroht

Am 28.01.2006 ging ich um 14.45 Uhr mit dem Welpen unseres Stallbesitzers auf der Ovalbahn unserer Reitanlage spazieren. Hinter dieser Bahn befindet sich ein ca. 5 Meter breites, sehr dichtes Gebüsch. Man kann also nicht sehen, ob sich jemand hinter der Reitbahn befindet.

Plötzlich fällt direkt hinter dem Gebüsch ein Schuss. Ich habe laut aufgeschrien, woraufhin der Schütze hinter der Hecke hervorkam. Von dem Schuss alarmiert kam Herr Doll, der mit Arbeiten auf dem Reitplatz beschäftigt war hinzu.

Wir teilten dem Jäger mit, dass es jetzt reichen würde. Wir wurden auf unserem Reiterhof bereits mehrfach massiv von Jägern bedroht und gefährdet. Dies ist gerichtsbekannt.

Hinter diesem Gebüsch ist absolut nicht einsehbar, wer sich gerade auf unserer Reitbahn befindet. Nicht auszudenken was passiert, wenn ein Querschläger auf die Bahn trifft! Auch unsere Pferde stehen in unmittelbarer Nähe.

Wir versuchten Herrn Z. – dem Jagdpächter - klarzumachen, dass wir diese Gefährdungen nicht weiter hinnehmen. Dann trat dieser auf mich zu, streckte den Lauf seiner Waffe ca. 10 cm vor meine Nase und sagte: „Willst Du mir drohen?“ Ich erwiderte, dass es eigentlich umgekehrt aussehen würde, denn er hatte seine Waffe auf mein Gesicht gerichtet!
Wir drehten uns um und gingen. Er schrie uns nach: „Ihr seid doch krank“.
Daraufhin gingen wir wieder auf ihn zu und Herr Doll fragte ihn, ob er ihn richtig verstanden hätte, dass wir krank wären. Herr Z. fragte diesmal Herrn Doll, ob er ihn bedrohen wolle.

Dies wirkte fast lächerlich, da dieser seinen 3 Monate alten Welpen auf dem Arm trug. Dann sagte er: Nein, nein, ich meinte den Welpen. Damit wollte er wohl seine Beleidigung revidieren.

Ein weiterer Jäger, Herr K., der uns seit langem bestens bekannt ist, kam hinzu und schrie, dass er nächste Woche einen Hochsitz genau an unsere Reitbahn bauen wolle. Dann stiegen beide in den an unserer Bahn geparkten Geländewagen und fuhren weg.

Monika Lardinoix-Boss