Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade

Fälle von Grundstückseigentümern IV

"Keine Jagd auf meinem Grundstück!"

Saarland: Anträge auf Ruhen der Jagd Auch im Saarland wollen Tier- und Naturfreunde die Jagd auf ihrem Grundstücken verbieten. So hat ein Privatwaldbesitzer im Nordsaarland einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt.

Sachsen: "Keine Jagd auf meinem Grundstück!!" Grundstückseigentümer in Sachsen wollen die Jagd auf ihren Flächen nicht länger dulden. Drei Familien aus aus Brößnitz möchten ihre Waldstücke zur jagdfreien Zone erklären lassen.

Sachsen-Anhalt: Grundstück jagdfrei In Sachsen-Anhalt ist das erste Grundstück mit Ablauf des Jagdjahres ab 1.4.2015 offiziell jagdfrei! Damit kam die zuständige Jagdbehörde einer anhängigen Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht zuvor. Bereits 2002 hatte Ludwig Weyhe einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seiner beiden Grundstücke in der Gemarkung Schielo im Landkreis Quedlinburg gestellt. Er hat auf seinen Flächen ein Biotop geschaffen, um wild lebenden Tieren ein Rückzugsgebiet zu geben. Durch Renaturierungsmaßnahmen wie die Anlage von Hecken ist auf den Flächen bereits ein aus Naturschutzsicht wertvolles, ursprüngliches Brachland entstanden.

Schleswig-Hol: Grundstück in Steinburg jagdfrei Seit Beginn des neuen Jagdjahres am 1.4.2014 sind in Schleswig-Holstein die ersten Grundstücke jagdfrei. Zu Beginn des Jahres 2014 hatten bereits über 20 Grundstückseigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt - und es werden immer mehr. Das 6,5 Hektar große Grundstück Jutta Reichardt in Neuendorf-Sachsenbande im Kreis Steinburg nördlich von Hamburg wird seit 1.4.2014 offiziell nicht mehr bejagt.

Schleswig-Hol: Grundstück in Dithmarschen jagdfrei Dieter Grade aus Dithmarschen hat auf seiner 8259 Quadratmeter großen Wiese (ca. 1 Hektar) ein Biotop geschaffen, auf dem auch seltene Pflanzen wie wilde Orchideen wachsen. Der Naturschützer kann es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, die Jagd auf seinem Grund und Boden zuzulassen. Nach mehrfachen Verzögerungen wurde seinem Antrag auf jagdrechtliche Befriedung Anfang August 2014 zugestimmt.

Schleswig-Holstein: Grundstück in Eutin jagdfrei Familie Karcher besitzt ein malerisches Grundstück im schleswig-holsteinischen Eutin: Eine natürliche Wiese mit Streuobst, Erlenbruch und einem Teich. Ab 1.4.2015 sind die 1,6 Hektar offiziell jagdfrei. "Wir haben schon lange versucht, unser Grundstück jagdfrei zu bekommen", erzählt Adolf Karcher, ein pensionierter Richter. Das Grundstück hat vier Eigentümer: Ihn, seine Frau Ute und den Sohn mit Schwiegertochter. Vor über 15 Jahren hatte die Familie eine Wiese mit einem Erlenbruch erworben, um einen Lebensraum für verschiedene Tiere zu schaffen.

Schleswig-Holstein: Über 20 Anträge auf Jagdverbot In Schleswig-Holstein über 20 Grundstückseigentümer einen Antrag auf jagdrecht­liche Befriedung ihrer Flächen gestellt - Tendenz steigend.

Thüringen: Anträge von Grundstückseigentümern Auch in Thüringen beantragen immer mehr Grundstückseigentümer, dass auf ihren Flächen nicht mehr gejagt wird. Der MDR berichtete über Wald- und Flurbesitzer aus Thüringen, die ein Jagdverbot auf ihren Grundstücken beantragt haben.

Wildtiere brauchen Ruhezonen Entgegen der von den Jagdverbänden verbreiteten Befürchtungen, werde es laut Wildtierschutz Deutschland aufgrund der jagdlichen Befriedung vieler kleinerer Grundstücke wohl kaum zu höheren Wildschäden kommen. Ganz im Gegenteil: Ruhezonen könnten die gefürchteten Wildschäden vermindern.