Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade

Fälle von Grundstückseigentümern II

"Keine Jagd auf meinem Grundstück!"

Brandenburg: Anträge von Grundstückseigentümern Auch in Brandenburg beantragen immer mehr Grundstückseigentümer, dass auf ihren Flächen nicht mehr gejagt wird. Unter der Überschrift "Stoppschilder für Jäger" berichtete die Märkische Oderzeitung von Waldeigentümern in Brandenburg, die bereits im Herbst 2012 das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen beantragt haben - inzwischen sind es mehr geworden.

Hamburg: Antrag auf jagdrechtliche Befriedung "Keine Jagd auf meinem Grundstück!", titelt das Hamburger Abendblatt und berichtet von einem Grundbesitzer aus Hamburg-Neuengamme, der einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seines Grundstücks aus ethischen Gründen gestellt hat.

Hessen: Grundstück in Morschen ab 1.4.15 jagdfrei! Hessen: Grundstück in Morschen ab 1.4.15 jagdfrei! Die Grundstücke von Jörg Hanstein in Morschen (Schwalm-Eder-Kreis) sind seit 1.4.2015 jagdfrei! Dies ist die erste offizielle jagdrechtliche Befriedung in Hessen!

Mecklenburg-Vorpommern: Erstes Grundstück jagdfrei Frau R. besitzt ein etwa 9 Hektar großes Grundstück in Mecklenburg-Vorpommern. Weil sie das Töten jeglicher Art verabscheut, kann es die Tierfreundin nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Jäger auf ihrem eigenen Grund und Boden Tiere tot schießen. Bereits im April 2013 beantragte Frau R. die sofortige jagdrechtliche Befriedung ihres Grundstücks bei der unteren Jagdbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Seit 1.4.2016 sind die 9 Hektar jagdfrei - als erstes Grundstück in Mecklenburg-Vorpommern.

Mecklenburg-Vorpommern: Anträge auf Befriedung Stephan Maronde hat für seine Grundstücke im Landkreis Rostock einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt: für 7,65 Hektar Ackerland, 0,7 Hektar Wald, weitere 6,1 Hektar Acker direkt an seinem Haus und 2, 3 Hektar Grünland. "Meine Beweggründe sind wohl die gleichen, wie bei allen anderen Jagdgegnern auch: Ich möchte nicht, dass auf meinen Grundstücken Tiere angeschossen werden", erklärt Stephan Maronde.

Niedersachsen: 8 Hektar im Kreis Wittmund jagdfrei Elektro-Meister Ede Rieken ist Eigentümer eines Grundstücks im Landkreis Wittmund im Nordwesten von Niedersachsen. 100 Meter hinter seinem Grundstück steht ein Hochsitz auf einem Gemeindewaldweg. Im Dezember 2014 beantragte er die Befriedung seiner Flächen, nachdem ein Jäger bei Dunkelheit in die Wohnzimmerscheibe geschossen hatte. Ab 1.6.2016 ist sein Grundstück nun offiziell jagdrechtlich befriedet. "Gut 8 ha landwirtschaftliche Fläche steht jetzt uneingeschränkt auch den frei lebenden Tieren zur Verfügung", freut sich Ede Rieken.

Niedersachsen senkt Kosten für Befriedung Bislang wurde betroffenen Grundstückseigentümern in Niedersachsen für die Bearbeitung des Antrags auf jagdrechtliche Befriedung eine Verwaltungsgebühr in Höhe bis zu 2.500 Euro angekündigt. Nach viel öffentlicher Kritik in Presse und Fernsehen hat Landwirtschaftsminister Meyer reagiert: "Der Minister hat ... die entsprechenden Gebühren korrigiert, so dass Niedersachsen jetzt ähnliche Gebühren nimmt, wie die anderen Bundesländer", heißt es am 17.5.2016 in einem Schreiben aus dem Landwirtschafstministerium. "Auch die teilweise sehr restriktive Genehmigungspraxis der unteren Jagdbehörden sieht der Minister kritisch und ist hier mit den Landkreisen bezüglich möglichen Erleichterungen im Gespräch." Die Niedersächsische Gebührenordnung sieht jetzt einen Kostenrahmen von 200 bis 700 Euro für die Befriedung von Grundflächen vor.

Verhindert Niedersachsen jagdfreie Grundstücke? 60 Grundbesitzer aus Niedersachsen haben sich in den vergangenen zwei Jahren bereits bei den zuständigen Jagdbehörden ihrer Landkreise gemeldet. Doch die Anträge wurden fast immer abgelehnt. Nur fünfmal wurde bisher einem Antrag stattgegeben und damit ein Privatgrundstück von der Jagd befriedet. Der NDR hat beim niedersächsischen Landwirtschaftsministerium (das übrigens von einem Minister der GRÜNEN geführt wird), nachfragt, warum es in Niedersachsen nur so wenigen Antragstellern gelungen sei, ihr Grundstück zu befrieden. Die Antwort: "Das Jagdrecht sieht grundsätzlich eine flächendeckende Bejagung vor. Befriedungen von Flächen sind Ausnahmen von gesetzlichen Grundsätzen, die eng ausgelegt werden." Die Politik des grünen Landwirtschaftsministeriums scheint vor allem lodengrün zu sein...

Niedersachsen: Ulmenhof ab 2015 jagdfrei Ab 1.4.2015 sind die Flächen des Ulmenhofs, einem Tierheim und Gnadenhof im Kreis Aurich in Ostfriesland, offiziell jagdrechtlich befriedet! Der Ulmenhof e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich die aktive Tierhilfe zur Aufgabe gemacht hat. Auf dem ehemaligen Bauernhof in Uttum, in der Krummhörn (zwischen Emden und Greetsiel) wurde in Eigeninitiative und Eigenarbeit ein kleines Tierheim mit Gnadenhof aufgebaut. Gnadenbrottiere wie Pferde, Ziegen, Mini-Schweine, Gänse und Fundtiere wie zahlreiche Katzen dürfen hier ihren Lebensabend verbringen. Zum Ulmenhof gehören knapp 5 Hektar Land.

Niedersachsen: Hof Butenland jagdfrei! Hof Butenland im Landkreis Wesermarsch (nordwestliches Niedersachsen) wurde mit Bescheid vom 14.10.2014 von der zuständigen Behörde Butenland offiziell jagdfrei gestellt - rückwirkend zum 1.4.2014. Jan Gerdes führt mit der Tierschutzstiftung Hof Butenland einen Lebenshof mit Kuhaltersheim.

Niedersachsen: Antrag im Landkreis Harburg Prof. Dr. Klaus Hamper besitzt etwa 24 Hektar in verschiedenen Flurstücken im und angrenzend zum Naturschutzgebiet „Obere Wümmeniederung“ im niedersächsischen Landkreis Harburg südlich von Hamburg. Als engagierter Tierschützer, der sich auch regelmäßig mit Leserbriefen und Offenen Briefen zu Wort meldet, lehnt er die Jagd ab.

Niedersachsen: Antrag im Landkreis Uelzen Tim Meyer besitzt ein Grundstück im Landkreis Uelzen. Er lehnt die Jagd aus ethischen Gründen ab....